Seit kurzem habe ich ein Hobby, dass für den einen oder anderen Leser eigenartig anmutet. Ich habe ein Notebook, dass mit einer Windows 11 Pro Lizenz läuft. Privat habe ich sowas schon seit sehr, sehr langer Zeit nicht mehr gehabt. Ich hatte einfach Lust drauf. Ja, ich weiß, ich bin seltsam.
Natürlich nutze ich beruflich Systeme, die mit Windows laufen, aber privat gab es seit gut 20 Jahren keinen Windows-Rechner mehr in meinem Haushalt. Und es war sofort klar: Wenn ich ein mit Windows betriebenes System nutzen will, will ich dennoch keine Abstriche machen in Bezug auf Sicherheit und Privatsphäre. Was das angeht, so ist der Ruf von Microsoft, sagen wir, ausbaufähig. Zudem habe ich, anders als in der Linux-Welt, zwar viele Möglichkeiten mein System einzustellen, aber es ist nicht dasselbe, denn: Microsoft nutzen heißt eben z.B. auch, nicht überall und immer quelloffene Lösungen zur Verfügung zu haben. Man hat allerdings an etlichen Stellen die Wahl, kommerzielle Software einzusetzen oder Software, die zuallererst erstellt wurde mit der Intention, damit Geld zu verdienen. Außerdem gibt es natürlich Möglichkeiten, Sicherheit einzubauen. Nur sind Programme mehr als in der Linux-Welt erzeugt worden, um sie zu verkaufen, also, um Gewinne zu generieren. Ja, so ist das dann eben. Okay, also, mein erster konkreter Schritt war das Verschlüsseln der lokalen Festplatte. Außerdem nutze ich auch zum Sichern eine Cloud, bei der die abgelegten Daten verschlüsselt werden. Alles ist so eingerichtet, dass Daten über die ganze Strecke Ende-zu-Ende verschlüsselt sind und natürlich nutze ich zur Anmeldung 2FA/MFA. Ein weiterer Schritt ist der flächendeckende Einsatz eines VPN. Nicht geändert hat sich der Umgang mit Passwörtern. Sie sind natürlich individuell, also keine gleichen oder ähnlichen Passworte, es kommen Passworte mit Komplexität und großzügiger Länge für verschiedene Zugänge zum Einsatz und ich nutze einen Passwort-Manager, der seine Sicherheit immer wieder von Neuem beweist. Zudem ändere ich die Passworte in Recht kleinen, zeitlichen Abständen. Das ist also die Ausgangssituation.
Ich freue mich, wenn ich ehrlich bin, auf das Arbeiten an und mit meinem neuen System und ich freue mich darüber, nun neue Erfahrungen zu machen, denn die Erfahrungen in Unternehmen sind geprägt von den speziellen Erfordernissen des Unternehmes. Eigene Möglichkeit, Windows zu individualisieren sind ja quasi per se, nicht gewollt.
Aber, natürlich leidet meine Liebe zu Linux und da gerade zu Debian sowas von überhaupt nicht. Ich suche einfache neue Reize.
