Bild: Viktor Forgacs, Unsplash
Podcasts hören. Radio hören. Und dabei auch die heutigen Möglichkeiten nutzen. In meinem Früher gab es das Internet noch nicht und damit auch nicht solche Sachen wie Mediatheken oder Streaming Dienste. Was es gab war: Radio. Wir hörten Dinge in dem Moment, in denen Sendungen oder Musik oder Worte gesendet wurden. Heute nennen wir das lineares Hören. Asynchrones, bzw. nicht lineares Hören, war nur möglich, wenn man Sendungen oder Musik aufnahm. Private Nutzung war damals geduldet, wenn auch damals schon nicht wirklich gewollt. Wir kauften Platten oder später CD’s. Wir stellten Mix-Tapes zusammen, also Musik oft unterschiedlicher Interpreten oder Bands und wir speicherten diese Musik auf Cassetten. Natürlich, nur der Form halber: Mix-Tapes hat das damals kein Mensch genannt. Ich will nicht behaupten, dass der Begriff nicht schon existiert hat, aber eine breite Nutzung hat definitiv nicht stattgefunden.
Wieso erzähle ich das so ausführlich? Es geht darum nachvollziehen zu können, wie groß die Veränderung zu heute ist. Heute kann ich Dinge anhören, ich kann streamen und dieses Streamen kann 1) jederzeit stattfinden und außerdem 2) von so vielen unterschiedlichen Geräten. In Autos hat man auch die Möglichkeit zu hören. Ich kann also zuhause anfangen damit, zum Beispiel das oben genannte Hörspiel anzuhören und dann muss ich los. Und wenn ich dann im Auto sitze oder im Zug, kann ich da weitermachen. Und ich kann zwischen dem Umsteigen von zu Hause in das Fortbewgungsmittel meiner Wahl, einfach auf Pause drücken. Früher waren diese Minuten unwiderbringlich verloren. Es ist ein solcher Luxus, diese Dinge jetzt, einfach so, genießen zu können.
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