2026. Das neue Jahr

Ein neues Jahr. Wir, also einige Freunde und ich, haben schon im alten Jahr viel über dieses neue Jahr gesprochen. Und das Sprechen über 2026 war immer und ausnahmslos mit negativen Assoziationen, Gefühlen und Ahnungen belegt.

Aber, ich finde es wichtig, auch Positives im Kopf zu haben, wenn es um Zukunft geht. Wir müssen Resilienz üben, um belastbar zu bleiben und auch, um Lösungen zu sehen und anzustreben, denn Lebenszeit ist ja immer so viel mehr als Kopfkino. Schafft euch positive Erlebnisse, nehmt Auszeiten, nehmt vielleicht auch Einzeiten, also Phasen, in denen ihr einfach alles gebt und geht dann zurück an Plätze, Lebensbereiche und zu Menschen, die ein Safespace sind, die helfen, kraftvoll zu bleiben und denen ihr helft, kraftvoll zu werden und zu bleiben.

Es geht um das konkrete Tun, es geht nicht um Nur-Denken, denn Denken ohne Handeln verändert nichts. Wir brauchen aber Veränderungen und natürlich muss vorher verstanden worden sein, weshalb wir Veränderung benötigen. Und, übrigens: Lasst uns die Begrifflichkeit und die Bedeutung von Veränderung Re-Claimen! Viel zu lange war der Begriff Veränderung negativ konnotiert. Damit muss Schluss sein. Es gibt viele gute Dinge, die wir anstreben. Nicht alle müssen komplett neu sein, manchmal sind es Rückbesinnungen, manchmal ist es ein Mix aus altem Gedankengut und neuen Ideen, aber wir müssen die Gesellschaft bauen, die wir anstreben und wir müssen damit sofort beginnen.

Comments

2 Antworten zu „2026. Das neue Jahr“

  1. Kopf in den Sand ist niemals eine Lösung. Und das Gute ist nicht selbstverständlich.

    In der Zeitung / in den Nachrichten kommt traditionell eher das Negative. Ich kann mir das nicht jeden Morgen, jeden Tag reinziehen. Das ist keine Lebensgrundlage.

    Ich finde, wir haben viel Positives hier im Land, dazu muss man aber auch erstmal die Augen aufmachen und gewillt sein, das zu sehen. Wie gesagt, das Gute ist nicht selbstverständlich und auch nicht, das Gute zu sehen und sich dran zu freuen.

    1. Das Gute ist nicht selbstverständlich. Word! Genau so ist es. Wir bekamen immer mal wieder gesagt, dass das so ist, aber wir haben das oft abgetan als Sonntagsrede. Ich erinnere mich auf den Abschiedsbesuch von Barack Obama. Damals hielt er eine Rede und sagte etwas, dass für POC (People of Color) eine große Selbstverständlichkeit ist: Immer wieder verteidigen, was man hat und weitergehen in der Entwicklung. Er mahnte damals an, dass im Westen viel zu oft die Errungenschaften als selbstverständlich angesehen würden und das sie das aber nicht sind. Spätestens mit der zweiten Amtszeit von Donald Trump und dem damit einhergehenden Backlash, sollen Entwicklungen zurückgedrängt werden und es geschieht ja nicht nur in den USA. Es geschieht weitweit und es geschieht auch an jedem Tag in Deutschland. Minderheitenschutz, Maßnahmen zu ergeifen, damit alle eine Chance haben auf eine gute Zukunft für sich selbst und ihre Kinder, Sicherheit (sowohl persönlich als auch im öffentlichen Raum). All das wird in großem Maße in Frage gestellt. Wir müssen dagegen halten, müssen zeigen, dass ausnahmslose Offenheit und das gelebte Bekennen der einzige Weg ist. Ich denke oft an Aussagen von Audre Lorde, z.B. diese: „Ich bin nicht frei, solange irgend eine Frau unfrei ist, selbst wenn ihre Fesseln anders sind als meine eigenen“,. Das kann man auch loslösen von Geschlecht und verallgemeinern.

      Viel Positives. Auch da bin ich komplett bei dir. Wir müssen das aber immer wieder neu verteidigen, denn es gibt Angriffe auf diese positiven Errungenschaften. Auch hier hilft ein Satz von Lorde: „Dein Schweigen wird dich nicht schützen“. Und uns insgesamt erst Recht nicht. Wir müssen unsere Werte verteidigen.

      Natürlich müssen wir das so tun, dass wir dabei nicht selber verbrennen. Es braucht Momente des Kämpfens und des Einstehens für diese Werte und es braucht Zeiten, in denen wir unsere Akkus wieder aufladen.

      Danke für Deinen Kommentar! 😊

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