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Notizen

Manjaro Linux. Die ersten Momentaufnahmen

Einfach doch mal was beschreiben. Ohne Bild. Mit Bild. Ich nenne es einen Screenshot (Achtung: Ironie!). Er zeigt meinen aktuellen Desktop. Ich und Linux. Eine jetzt schon sehr lange andauernde Liebesgeschichte. Und genau deshalb, also, weil es eine Liebesgeschichte ist, mache ich eine Ausnahme davon, nicht mehr zu schreiben über „Gesellschaftliches“. Wieso ich nicht mehr schreiben will? Dazu ein kurzes Zitat:

Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen.

Karl Valentin

Für Linux lohnt es, eine Ausnahme zu machen. Es lohnt, Aufmerksamtkeit zu investieren. Weil es einfach aus vielen Gründen richtig ist und eine Lösung sein kann.

Von Markus

Ein Neuanfang. Ein Neuanfang für einen alten Hasen. Mir ist nicht mehr nach Schreiben. Mir ist nach mehr Stille. Ich liebe Photographie. Schon immer. Ich möchte hier veröffentlichen. Und ich möchte hier gerne auch diskutieren. Über Bilder. Über Technik.

Das Schauen auf diese Welt bestimmt unsere Position und sie bestimmt auch essentiell unseren Horizont.

21 Antworten auf „Manjaro Linux. Die ersten Momentaufnahmen“

Das ist schön, dass Du vorbei schaust. Ich freue mich sehr. 🙂

Ja, ich brauche hier auch nichts anderes. Und vielen Dank! Ich hatte vor einiger Zeit mal nach „potentiellen“ Desktop-Hintergründen geschaut und habe es seither mit dabei, quasi in der Hinterhand. Es gefällt mir auch recht gut. Und es fügt sich auch in die Plasma Umgebung harmonisch ein.

Mein Sabayon hat recht unangekündigt beschlossen zu fusionieren, aber nicht so richtig. Erst gab es länger keinerlei Updates mehr, dann waren alle Hilfsseiten weg. Nach einigen Monaten gab es dann einen Weg für Sicherheitsupdates, das ist der Stand seit November.

Ob und falls ja wann ein echtes Merge möglich ist, ist bisher unklar, daher schaue ich mal, was die Distriwelt sonst noch so bietet.

Ich nutze schon immer KDE und ich mag Rolling-Releases, meist geht KDE schon, aber je nach Distribution war es auch schon eher ein Stiefkind.

Dein Manjaro ist schon mal mit Rolling-Releases und basierend auf Arch spricht für gute Doku, Arch ist seit längerem dabei oft vorn dabei wenn ich nach irgendwas zu Linux schaue.

KDE ist nicht deins, wenn ich mich recht erinnere, was nutzt du denn aktuell?

Hallo Du, schön dich hier zu lesen. 🙂

Mittlerweile nutze ich KDE und Plasma. Das oben auf dem Bild ist ein Manjaro mit KDE/Plasma Oberfläche. Ich habe so viele Jahre Fedora auf dem Buckel und wollte nach einer kurzen Abstinenz von Linux nicht in die alte Mühle zurück. Meine Anforderungsliste an das OS liest sich fast identisch zu dem was Du schreibst: Also, gerne Rolling Release, wenn stabil und da ist Arch unter der Haube sicher keine schlechte Wahl wie Du sagst. Und dann, als gar nicht mehr sooo tief drinnen steckender mittlerweile nur noch Nutzer fallen mir da nur zwei Distris ein: opensuse und eben Manjaro. opensuses tumbleweed lief bei mir erschreckend instabil, nicht zum ersten Mal. Keine Ahnung ob dies an mir liegt oder an der Distribution. Ich hab mir das fast drei Monate mit angeschaut, es wurde aber nicht besser und dann bin ich gewechselt auf Manjaro. Seither ist Ruhe im Karton. Läuft. Ist hübsch. Alles fein. Ich bin angekommen. Sozusagen. 😀

Hi du,

danke, klingt gut. Ich fing ja damals mit SuSE an, also, als wir das noch in Kartons kauften mit Buch und so…

Irgendwann nervte mich, dass ich bei allen Problemen las, Fehler Xy lässt sich wie folgt lösen, weil Dateien liegen da und da, ____außer bei SuSE, da ist alles anders____

Deshalb SuSE und ich ist schwierig.

Manjaro mit KDE klingt gut, ich merke mir das mal, dankeschön, schönes Wochenende

Hahaha, ich habe mit Suse ähnliche (Anfangs)Erfahrungen. Ich fing an mit Redhat, da gabs noch kein Fedora, also eine Distri für den „Consumer“. Die suchten dann irgendwann mal nach einem Namen und ich hab auch für Fedora gestimmt und hatte es ab da quasi immer auf dem System. Ich hatte eine kleinere Ubuntu-Phase, dann wieder Fedora. Damals noch stets mit Gnome als Oberfläche. Später hab ich dann auch mal eine Weile openSuse genutzt und war damit auch zufrieden. Nur das mit dem Rolling kriegen sie nicht stabil hin. Oder ich bin zu blöd. Kann auch sein. 😀

Dir auch ein schönes Wochenende. Scheint sonnig zu werden. Gute Zeiten zum Anschauen des Drahtesels auf dem Balkon. Das mache ich morgen. Oder heute Nachmittag. Mal schauen.

Ja, sonnig hat geklappt, ich war daher auch unterwegs und schreibe erst jetzt.
Gibt ja auch viele die Rolling nicht mögen, ich halt schon.

Du hast hoffentlich Drahtesel geschaut auf dem Balkon. 🙂

Das mit dem sonnig hat für dich geklappt, das freut mich. Bei mir war alles anders. Habe gelesen, hauptsächlich. Hat sich aber gut angefühlt. Der erste Nachmittag auf dem Balkon. Bisher wars mir zu frisch, um meine Zelte mal länger als ein paar Minuten draußen aufzubauen. Gestern wars dann soweit, alles hat gepasst. 😁

Ich habe nichts gegen Rolling, es sollte halt auch rollen. Ich meine, ich mag mich ganz generell aktuell nicht mit Frickeln beschäftigen. Es soll rollen, also soll es (idealerweise von selber) rollen , wenn man es einmal angestoßen hat.

Bist du immer noch bei Manjaro?

So allmählich muss ich umstellen und ich liebäugele sehr.

Sonnig war der Sommer ja nicht so oft, aber manchmal doch und ab und zu, wie gestern am Rhein ging baden ganz prima.

Ja, ich bin noch bei Manjaro. Und ich bin damit wirklich immer noch hochzufrieden. Natürlich bin ich ein Nutzer mit einem 0815 Anwendungspofil. Ein bisschen Surfen (= Browser = Firefox), ein wenig Kommunikation (= Thunderbird für Mails), ein wenig LibreOffice und schon bin ich zufrieden: Die Updates für Manjaro kommen regelmäßig. Die goßen Updates bringen jeweils etwa ein Volumen von 1 GByte Daten. Manchmal, wenn ich offensichtlich bei den Early-Birds bin beim Updaten, ist die Serverauslastung wohl so, dass die Updates etwas dauern aber, mein Gott, die laufen nebenbei, also ist mir das wurscht. Meist geht es auch recht schnell. Neben den großen Updates trudeln immer mal Mini-Updates für eine Software rein. Meist geht es da um Updates für Firefox, Thunderbird & Co..

Ja, der Sommer war durchwachsen. Ich musste viel arbeiten und hab das gar nicht soooo mitbekommen denn ich arbeite immernoch zu 100 Prozent von zuhause aus und komme nur nach Feierabend raus. Wenn ich denn raus gehe. Im Rhein baden hört sich fein an. Wie warm ist das? Oder wie kalt? Gibt es da Angaben zu Wassertemperaturen? Ist es wärmer oder kälter als zu dieser Jahreszeit normerweise im Bodensee? Es müsste vermutich kühler sein, oder?

Klar, für andere weiß man nie, man kann nur für sich sagen, was man mag. Für mich klingt es weiter reizvoll, so in Richtung Winter schaue ich dann mal. Einmal ist so eine Umstellung ja immer sehr aufwändig bis alles wieder passt.

Immerhin werden die einzelnen Programme immer weniger, weil manches jetzt online möglich ist, sogar sowas wie die elster. 😉

Gestern war auch nochmal im Rhein, heute war es bewölkter, wäre gegangen, aber ich hatte anderes zu tun, es war nicht so toll, dass ich es unbedingt reinklemmen musste.

Der Rhein ist immer so 4, 5 ° C kühler als der See. Beim Saisonanfang ist das manchmal schon frisch, aber nach einigen Wochen passt das schon. Es gibt auch teils kleine Buchten, da ists eh wärmer und ich bin Seekind. Alles ab 18 ° C ist ok, und falls es mal Richtung 24 ° C ist es gefühlt „unangenehm pisswarm“.

Nach der Regenpause, war es anfangs schon eher unter 20 ° C, erholte sich jedoch schnell und hat jetzt wieder 20c° C.

Mit zwei Hunden, die unterschiedliche Wasservorlieben haben, ist es dort jedenfalls einfacher eine passende Ecke zu finden, als am See.

Ich habe auch erst neulich drüber nachgedacht, dass man mittlerweile für die Steuern gar keine Software mehr braucht. Solche Entwicklungen sind positiv, wie ich finde. 🙂 Aber, stimmt, dass wäre früher auch immer noch was gewesen, was man hätte zum Laufen bringen müssen unter Linux.

Im Rhein baden. Ui, so viel kälter ist das? Okay, dann müsste ich mich da wohl wirklich auch erst dran gewöhnen. Oder bleibe gleich lieber im See. Aber, es ist wie Du sagst: Wenn man generell an kühlere Temperaturen gewöhnt ist, dann kommen einem wahrscheinlich die Temperaturen, die für alle anderen normal sind, warm vor. Hihi..

Mein Baden im See oder im Rhein wird ganz langsam wieder der Spessart und auch der Odenwald. Natürlich sind das eher Ausflüge am Wochenende und nicht mal eben zwischendurch wandern gehen. Aber, diese Ausflüge aus dem Alltag tun enorm gut. Ich kann auch deshalb da nicht so spontan sein weil ich immer noch kein eigenes Auto habe. Ich leihe mir für diese Ausflüge einen Carsharing Wagen. Und den muss man natürlich ein wenig vorher bestellen. So gesehen ist das nicht wirklich spontan aber, es tut der Erholung keinen Abbruch. 🙂

Ich wünsch mir sichere Clouds oder sowas.
Also ich mag keinen Server für irgendwas selbst betreiben, ich mag kein Betriebssystem mehr, keine Programme, keine Updates,.
Und ich mag einfach Geräte, die sich nur in der Hard- aber nicht in der Software unterscheiden.

Früher sagten wir, den Rechner nur nach Farbe auswählen, wäre das Ziel. So ähnlich möchte ich das.

Leider ist all das dann wahrscheinlich wieder nur mit Großanbietern die zuviel Macht haben, aber träumen darf ich.

Badehose geht noch und im Hegau ist es insgesamt ruhiger als am See. Ausflüge irgendwohin, wo nicht alle anderen auch sind, sind da eher möglich.

Kein Auto ist sicher sinnvoll und klar, beim Carsharing braucht es dann eben etwas mehr Planung.

In unserem Alltag haben wir derzeit sogar zwei, das gleicht sich mit dir aus. 😉

Sichere Clouds. Kein Betriebssystem. Da scheinen wir in vielerlei Hinsicht einen sehr sehr ähnlichen Traum zu haben, sicher aber auch ein ähnliches Ergebnis wenn es um die Aussichten geht, ob wir sowas bekommen und von wem. Und bei dem von wem sehe ich es genau wie Du: Es werden die großen solche Lösungen bieten. Da meine Ansprüche gesunken sind an das, was Cloud kann, bin ich da mit Nextcloud schon sehr zufrieden. Und hier der Kompromiss: Ginge es um absolute Sicherheit so müsste ich das wohl selber aufsetzen = eigener Server. Aber, da vertraue ich eher dem Hoster meines Vertrauens. Er ist schon sehr sehr lange mein Begleiter für meine privaten Aktiviäten. Es ist Vertrauenssache, so ähnlich wie bei Fleisch und vielem anderen. 😉

Vor einigen Wochen begann ich, mein Thunderbird obsolet machen zu wollen und Mails Online anzuschauen. Da habe ich noch keine optimale Lösung, habe aber auch noch nicht viel Zeit investiert für die Suche. Andererseits stehen die fertigen Lösungen, sowas wie Posteo. Mal schauen, ob ich in die Richtung was mache und was.

Ich bin weg von dem Gedanken eines wirklich eigenen Servers. Habe meinen letzten vor zwei Jahren offline gestellt. Viele Inhalte sind archiviert denn mit der Überlegung was ich haben möchte und brauche habe ich natürlich auch überlegt, was überhaupt nötig ist. Maßgabe: Nur die Daten woanders zu lagern, die ich unbedingt woanders haben muss/will. Muss/will kann einen Sicherungsgedanken enthalten oder eben auch den universellen Zugriff aus der Ferne = Bequemlichkeit. Manchmal steht am Ende der Gedanken aber auch eine lokale Lösung = Zugriff aus dem WLAN/LAN und nur aus dem WLAN/LAN.

Mails. Ja, das ist noch ein dickes Brett. Ich bin da auch noch nicht an einem Entscheidungspunkt. Lieber Mails mit Software lesen/schreiben oder sowas wie Horde, was zumindest einen Server benötigt wenn auch keinen eigenen? Oder doch der Schritt auf sowas wie Posteo? Da bin ich bei weitem noch nicht durch damit. Aber, es gibt ja auch keinen Streß und keine Deadline. Da kann man also in Ruhe überlegen.

Ich werfe mal drei Dinge in die Runde:

1) Distribution
Wenn es Rolling Release sein soll, guckt euch mal openSUSE Tumbleweed an. Da ist jedes Update quasi ein Schnappschuss des gesamten Systems. Der wird vorab automatisiert mit zig verschiedenen Testläufen, nunja, getestet. Und wenn ein bestimmter Prozentwert erfolgreicher Tests überschritten ist, wird der Schnappschuss freigegeben – und man kann updaten.
Danke Btrfs als Dateisystem lässt sich bei einem Problem übrigens auch das komplette System auf den letzten Stand zurückrollen.
Ergänzend dazu gibt es noch MicroOS, das so ein bisschen wie ChromeOS oder Android funktioniert: das komplette System ist schreibgeschützt und Updates werden automatisiert „atomar“ eingespielt. D.h. erst beim nächsten Neustart greifen die Updates. Und während dieses Neustarts werden Tests durchgeführt. Sollte das System nicht sauber funktionieren, wird automatisch neu gestartet und ein vorheriger Schnappschuss gebootet.
Der Nutzer kann Programme nur über Flatpaks installieren (oder mit etwas Verrenkungen als normales Paket).

2) Mail
Ich hab vor einer Weile auf Fastmail umgestellt. Kostet bissle was, hat dafür aber ein vernünftiges Webmail, man kann bequem Filter erstellen und der Spamschutz funktioniert.
Dank eigener Domain für Mail merken die Kontakte keinen Unterschied.
Vom selbst hosten von Mails wird einem ja überall abgeraten und soweit ich da rudimentäres Verständnis davon habe, ist das auch kein Spaß. Vor allem gemessen an dem, was einem für paar Euros im Monat von Profiseite geboten wird. Gerade bei Posteo oder Mailbox.org.

3) Cloud
Da bin ich vor einer ganzen Weile vom selbst hosten zu Hetzner StorageBox übergegangen: eigene Nextcloud mit Adminrechten – aber man muss/kann keine Versionsupgrades der Cloud an sich machen. Darum sowie um PHP, Webserver etc. kümmert sich Hetzner. Ich musste nur Accounts für die Mitnutzer anlegen, ein paar Apps installieren, die ich haben wollte.
Bin rundum zufrieden damit!

Das sind richtig gute Tipps. Ich schaue mir mal Fastmail an. Ein wenig klingelt es bei wenn ich lese, dass Fastmail in Australien sitzt und Australien ja Teil der Five Eyes Allianz ist. Es ist nicht so, dass in meinen Mails objektiv wichtige Geheimnisse besprochen werden, es vermittelt mir nur ein erstes Gefühl eines kleinen inneren Zurückweichens. Aber, dass müsste ich mit mir ausmachen. Was ich sonst so lese klingt jedenfalls alles sehr fein! 🙂

Zu openSUSE und Tumbleweed. Ich habe das eine ganze weile genutzt. Rückblickend war die erste Phase die, an die ich mich am liebsten erinnere. Das System war stabil, die Updates kamen regelmäßig, alles war gut. Danach habe ich noch zwei Mal Tumbleweed auf meinen Notebooks gehabt und in beiden Fällen wurden Systeme durch Update teilweise unnutzbar. Ich musste Zeit investieren um sie wieder einsetzbar zu machen. Als Folge dieser letzten Erfahrungen bin ich dann weiter gezogen. Ich will nicht ausschließen, dass die Fehler mit mehr Wissen leicht abstellbar gewesen wären aber ich habe aktuell wenig Lust mich dann auf die Suche zu machen nach den Ursachen für diesen Schluckauf. Ich zog weiter und nach einem kurzen Zwischenstopp bei Kubuntu landete ich dann bei Manjaro und bin dort sehr zufrieden, gerade in Bezug auf Stabilität. Dennoch ist openSUSE mit Tunbleweed ein Schwergewicht, wenn es um die Rolling Releases geht und die Aufbereitung und Schönheit des Systems (auch hier wieder ein unscharfer Begriff in den ich viel reinpacke, also etwas wirklich Aussehen aber auch leichte Nutzbarkeit im Alltag und einige weitere Punkte) sind wirklich bemerkenswert. Auch noch ein großer Pluspunkt von openSUSE ist: Es ist ein Dickschiff. Man soll nie nie sagen aber, die Wahrscheinlichkeit, dass man bald wieder auf die Suche gehen muss weil Entwicklung eingestellt wird, ist bei openSUSE sicher gleich Null. Das gibt Planungssicherheit und ein gutes Gefühl.

Nachtrag. Hegau klingt ruhig. Für sich sein, wegen der Hunde aber auch so hört sich für mich erstrebenswert an. Und Badehose, einfach so mal zwischendurch, das klingt sowieso immer gut.

Oh ja, obwohl ich Hunde hatte zu/in einer ganz anderen Zeit habe ich auch damals schon immer Situationen gesucht, um die Leine abnehmen zu können und die Wuffs auch mal Freiheit erleben zu lassen. 🙂

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