Ein Jahr wie ein Brummschädel. 2025.

Was war das? Bewegungen in die falsche Richtung. So viele falsche Richtungen. Und so viel Zustimmung dafür. Und so wenig Wissen und, nicht selten, große Lust, auf Basis von so viel Unwissen Meinung(en) zu entwickeln. Und Handeln. Nein, ich bin nicht schlauer. Nein, ich bin nicht besser. Ich bin allerdings nicht bereit, Erfahrungen zu ignorieren. Sündenböcke sind nicht Ursachen. Und die Erzählung um den richtigen Sündenbock löst kein einziges Problem.

Problemlösungen. Problemlösungen werden gerade gefühlt gar nicht mehr angeboten. Es geht, wie ich immer wieder in elaborierten Geschichten lese, um die Erzählung. Es geht also nicht mehr um eine faktenbasierte Analyse, um das Identifizieren von Problemen und darum, diese dann zu lösen, es besser zu machen. Nein, es geht um Erzählungen. Mit einer geschickten Erzählung abzulenken davon, dass über einen langen Zeitraum Probleme ignoriert wurden, dass wir schon viel zu lange akzeptieren, dass Zielgruppen bedient werden anstatt Politik für alle zu machen und Zukunft zu bauen. Stillstand als Erfolg zu verkaufen funktioniert aber nicht mehr.

Das kleine Glück zwischen den Buchdeckeln. Und in Gegenwart von Menschen zu sein, die Fühlen und Denken und sich gegen das Falsche stemmen. Was war also in diesen Jahr Glück? Glück war immer fühlbar, wenn ich mit Menschen war, die suchten und die Probleme nicht alleine erzählten, sondern die Lösungen aufzeigten und selber auch lebten. Das sind Menschen, die den Versuch, dass Leben besser zu machen nicht aufgegeben haben. Safe Spaces sind immer nur einen Gedanken weit weg, sind immer im nächsten Podcast oder zwischen Buchdeckeln und bei den Begegnungen mit denen, die zur gewählten Familie zählen. Danke. Vielen, vielen Dank!

Posteingang: Asal Dardan. Traumaland

Es ist angekommen. Und ausgepackt. Und es ist soooo schön. Natürlich habe ich es noch nicht gelesen. Aber, da gibt es eine Option, weil ich zeitnah fertig werde mit meinem aktuellen Büchern. Und dann wäre da Raum und Zeit. Und die will ich, will ich, will ich mir unbedingt nehmen.

Asal Dardan, geboren 1978 in Teheran, ist in Cöllefornia, Bonn und Aberdeen aufgewachsen und hat Kulturwissenschaften (in Hildesheim) und Nahoststudien (in Lund) studiert. Ich wurde durch den Essayband Betrachtungen einer Barbarin auf sie aufmerksam, über den ich noch nicht geschrieben habe. Was erlauben Markus?

 

Der Neue und der Alte. Kaweco Sport und mein treuer, alter Montblanc

Mein Neuer oder besser, meine Neuen sind angekommen, endlich. Ich war so neugierig. Und hier auch gleich das erste Bild. Neben dem neuen Kaweco Sport als Kolbenfüllhalter noch ein Druck-Bleistift mit einer 0,7 Millimeter Mine. Und daneben der alte Montblanc und ich bilde mir ein, dass er die Neuen beäugt und denkt: No Sports! Immerhin feiert er in nicht allzu weiter Zukunft seinen 40. Geburtstag. Und war immer treu und hat alles ausgehalten, was ich ihm zugemutet habe. Der Montblanc war ein Geschenk meines Vaters, den Neuen habe ich mir nun selbst geschenkt. Mein Vater hätte ebenso wie ich große Freude an dem neuen Spielzeug. Ich denke an Dich..