2026. Das neue Jahr

Ein neues Jahr. Wir, also einige Freunde und ich, haben schon im alten Jahr viel über dieses neue Jahr gesprochen. Und das Sprechen über 2026 war immer und ausnahmslos mit negativen Assoziationen, Gefühlen und Ahnungen belegt.

Aber, ich finde es wichtig, auch Positives im Kopf zu haben, wenn es um Zukunft geht. Wir müssen Resilienz üben, um belastbar zu bleiben und auch, um Lösungen zu sehen und anzustreben, denn Lebenszeit ist ja immer so viel mehr als Kopfkino. Schafft euch positive Erlebnisse, nehmt Auszeiten, nehmt vielleicht auch Einzeiten, also Phasen, in denen ihr einfach alles gebt und geht dann zurück an Plätze, Lebensbereiche und zu Menschen, die ein Safespace sind, die helfen, kraftvoll zu bleiben und denen ihr helft, kraftvoll zu werden und zu bleiben.

Es geht um das konkrete Tun, es geht nicht um Nur-Denken, denn Denken ohne Handeln verändert nichts. Wir brauchen aber Veränderungen und natürlich muss vorher verstanden worden sein, weshalb wir Veränderung benötigen. Und, übrigens: Lasst uns die Begrifflichkeit und die Bedeutung von Veränderung Re-Claimen! Viel zu lange war der Begriff Veränderung negativ konnotiert. Damit muss Schluss sein. Es gibt viele gute Dinge, die wir anstreben. Nicht alle müssen komplett neu sein, manchmal sind es Rückbesinnungen, manchmal ist es ein Mix aus altem Gedankengut und neuen Ideen, aber wir müssen die Gesellschaft bauen, die wir anstreben und wir müssen damit sofort beginnen.

Über das heutige Radio-Hören und über Podcasts

Bild: Viktor Forgacs, Unsplash

Podcasts hören. Radio hören. Und dabei auch die heutigen Möglichkeiten nutzen. In meinem Früher gab es das Internet noch nicht und damit auch nicht solche Sachen wie Mediatheken oder Streaming Dienste. Was es gab war: Radio. Wir hörten Dinge in dem Moment, in denen Sendungen oder Musik oder Worte gesendet wurden. Heute nennen wir das lineares Hören. Asynchrones, bzw. nicht lineares Hören, war nur möglich, wenn man Sendungen oder Musik aufnahm. Private Nutzung war damals geduldet, wenn auch damals schon nicht wirklich gewollt. Wir kauften Platten oder später CD’s. Wir stellten Mix-Tapes zusammen, also Musik oft unterschiedlicher Interpreten oder Bands und wir speicherten diese Musik auf Cassetten. Natürlich, nur der Form halber: Mix-Tapes hat das damals kein Mensch genannt. Ich will nicht behaupten, dass der Begriff nicht schon existiert hat, aber eine breite Nutzung hat definitiv nicht stattgefunden.

Wieso erzähle ich das so ausführlich? Es geht darum nachvollziehen zu können, wie groß die Veränderung zu heute ist. Heute kann ich Dinge anhören, ich kann streamen und dieses Streamen kann 1) jederzeit stattfinden und außerdem 2) von so vielen unterschiedlichen Geräten. In Autos hat man auch die Möglichkeit zu hören. Ich kann also zuhause anfangen damit, zum Beispiel das oben genannte Hörspiel anzuhören und dann muss ich los. Und wenn ich dann im Auto sitze oder im Zug, kann ich da weitermachen. Und ich kann zwischen dem Umsteigen von zu Hause in das Fortbewgungsmittel meiner Wahl, einfach auf Pause drücken. Früher waren diese Minuten unwiderbringlich verloren. Es ist ein solcher Luxus, diese Dinge jetzt, einfach so, genießen zu können.